Geschichtliches von Rund um Dortmund


Rund um Dortmund 1984  - Text von Reinholt Schulte - Eickhoff


Einer der ersten Läufe von Run um Dortmund fand 1984 statt. Der folgende Bericht vom Cheforganisator Reinold Schulte-Eickhoff vom ausführenden TuS Westfalia Hombruch 1891 e.V. hat dazu folgenden Bericht geschrieben:

 

Sonntag, 20. Mai 1984                                   Lauftreff Hombruch

1. Etappe  Löttringhausen         - Freischütz                    ca. 16 km

2. Etappe  Freischütz                 - Husen                           ca. 20 km

3. Etappe  Husen                        - Schwieringhausen      ca. 21  km

4. Etappe  Schwieringhausen  - Frohlinde                      ca. 18 km

5. Etappe  Frohlinde                  - Löttringhausen            ca. 20 km

 

Ein Erlebnis besonderer Art

Schon lange hatte ich den Wunsch, einmal einen Lauf "Rund um Dortmund" durchzuführen. Als Strecke bot sich der Dortmunder Rundwanderweg an, der in der Nähe von Löttringhausen unser Laufgebiet streift. Start und Ziel sollte unser Standort vom Lauftreff, der Schulhof der Langeloh-Schule sein. Da der Rundweg
ca. 100 km lang ist, entschloß ich mich, die Strecke in fünf Etappen einzuteilen. Die Vorbereitungen zum Erstellen der Karten mit den eingezeichneten Laufstrecken begannen im Februar. Nun mußten für jede Etappe zwei geeignete Betreuer gefunden werden, die während des Laufes die mitlaufenden Teilnehmer sicher zum Ziel führen würden. Spätestens in dieser Phase wurde mir bewußt, was ich mir an zusätzlicher Arbeit aufgebürdet hatte. Um die Örtlichkeiten kennen zu lernen, lief ich mit den Betreuern die einzelnen Etappen ab. An besonderen Punkten wurden Zwischenzeiten festgelegt und auf der Landkarte vermerkt. Bei einigen mussten wir wegen Unpassierbarkeit den Dortmunder Rundweg verlassen und die neue Strecke einzeichnen. Die ersten Erkundungsläufe fanden bereis im Februar bei starkem Frost statt.

Nach einer Verletzungspause und zwischenzeitlichem Urlaub im März und April fuhr ich die 4. Etappe mit dem Fahrrad ab. Durch das gleichzeitige Training unserer Marathonläufer fielen einige Sportler für die Betreuung aus. Wegen einer Verletzung, konnte Monika König, die mit Ulla Schulte-Eickhoff gemeinsma die 4. Etappe führen sollte, auch nicht teilnehmen. Spontan erklärte sich Karl-Heinz Aufhoff vom Lauftreff Wischlingen bereit, mit Ulla die Betreuung der Gruppe zu übernehmen.

10 Tage vor dem großen Ereignis überprüften wir auch diese Strecke, wobei wir feststellten, dass dieses Teilstück ca. 2km zu lang war. Dieser Bereich ragte aus dem Dortmunder Stadtplan heraus und konnte bei der Festlegung der Strecke nicht genau berücksichtigt werden. Diese 2km führten zu einer Zeitverzögerung von 11 Minuten. An Ort und Stelle beschlossen wir diese 2 km einzusparen und legten die neue Streckenführung gleich fest. Hierzu mussten wir in Groppenbruch über einen Bauernhof laufen. Der Landwird erteilte uns hierzu seine Genehmigung. Eine Woche vor dem eigentlichen Lauf waren endlich alle Unklarheiten beseitigt.

Die Vorfreude war nur kurz. Die Ereignisse in der letzten Woche überschlugen sich.

Montag - ein Betreuer fällt wegen einer Verletzung beim Frankfurt Marathon aus. Am gleichen Tag erklärt sich ein Läufer beim Lauftreff bereit, für den Verletzten einzuspringen. Donnerstag - bei der letzten Überprüfung der Strecke in Zweihausen bei Kurl knickt Wolfgang Schmitt mit dem Fuß um. Am Freitag erklärt er, dass er voraussichtlich nicht laufen kann. Da nun beide Betreuer für die 2. Etappe ausgefallen waren, musste schnell gehandelt werden. Der Ersatzmann von Montag kannte diese Strecke nicht. In meiner Verzweiflung bat ich den Orientierungsläufer Siegfried Kolbe vom Lauftreff Berghofen die Führung der Gruppe zu übernehmen. Er hatte für den Sonntag eine vogelkundliche Wanderung geplant, sagte aber trotzdem zu. Vielen Dank Siegfried.

Als am Sonntagvormittag das Telefon läutete, hatte ich schon ein ungutes Gefühl. Die nächste Absage. Der Betreuer der 3. Etappe lag wegen einer Erkältung im Bett. Nun war es endgültig zu spät, einen Ersatzläufer zu beschaffen. Mir blieb nichts anderes übbrig, als Reiner Nowacki zu verständigen und ihm mitzuteilen, dass sein 2. Mann ausgefallen sei. Nun war auch noch der Rücktransport zu klären. Dies besorgte seine Frau, die ihn vom Ziel in Schwieringhausen abholte. Samstagnacht hatte es stark geregnet. Gott sei Dank hörte der Regen am Sonntagvormittag auf. Mit zwei Fahrzeugen sind wir zum Freischütz gefahren, haben mein Fahrzeug dort stehen gelassen und sind mit dem anderen Fahrzeug wieder zurück nach Löttringhausen zum Start gefahren. Dort hatten sich die ersten Läuferinnen und Läufer schon eingefunden. Der Start erfolgte pünktlich um 9 Uhr. Diese 1. Etappe lief ich mit. Um 10:40 Uhr trafen wir am am Freischütz unter dem Applaus der bereits wartenden Läufer und Läuferinnen der 2. Etappe ein. 

Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde und auf Wunsch auch Getränke. Nach dem Start der 2. Etappe packte ich meine Sachen ein und fuhr von Etappe zu Etappe. Zwischendurch machte ich einige Fotos. Langsam schloß sich der Kreis um Dortmund. Pünktlich um 18:30 Uhr, genau wie von mir vorausberechnet, erschien die letzte Läufergruppe zweischen den Bauerhöfen auf dem Feldweg in Löttringhausen.

Übrigens konnte Wolgang Schmitt seine 2. Etappe doch noch mitlaufen. Insgesamt habem 94 Sportler an diesem Ereignis teilgenommem.

Allen Aktiven nochmals vielen Dank für ihre Unterstützung

Reinholt Schulte-Eickhoff